Wer gegen Windmühlen kämpft…

Oktober 24th, 2014 | Posted by Mathias in Fun | Fundstücke | Videos - (0 Comments)

… kann die Dinge auch einfach mal laufen lassen. So wie dieser süße Steinmensch zum Beispiel:

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Nico Lumma hat vor ein paar Tagen in seiner Handelsblatt-Kolumne zum Internet-Slowdown-Day und zur Netzneutralität geschrieben. Natürlich ist das was er hier schreibt überwiegend richtig. Hätte die Regierung mehr zum Ausbau des Internets bereits in den Letzten Jahren beigetragen und für eine „echte Breitband-Verfügbarkeit“ gesorgt, dann müsste niemand am Internet-Slowdown-Day teilnehmen und sich über Netzneutralität Gedanken machen. Was mich jedoch wieder und wieder an der Diskussion um den Breitbandausbau maßlos nervt sind Sätze wie diese:

„Nun will die Bundesregierung zumindest eine flächendeckende Bandbreite von 50 Megabit pro Sekunden (Mbit/s) gewährleisten.“

Ja, die Bundesregierung will für schnelles Internet sorgen. Es wird dummerweise jedoch nur ein Spotlight auf den Durchsatz gelegt. Von 50MBit/s ist die Rede. Abgesehen davon, dass dies in weniger als 2 Jahren bereits zu wenig sein wird, um all die Multimedia-/Streaming-Angebote nutzen zu können, ist nicht allein der Durchsatz relevant.

Relevant und damit immens wichtig ist die Kombination aus Durchsatz und Volumen! Wer schnell im Netz unterwegs ist, hat auch einen höheren Bedarf an Datenvolumen. Das ist wie auf der Autobahn: Wer schnell fährt, schafft mehr Kilometer!

Die Tarife der Provider, speziell die, der mobilen Provider machen hier jedoch dem „Raser“ einen Strich durch die Rechnung. Im höchsten LTE Tarif, der bereits mit 70€ nicht unbedingt ein Schnapper ist, fährt der Kunde bei 50 GigaByte Datenvolumen voll vor die Wand. Die schnelle Fahrt im Internet findet ein jähes Ende. Ab diesem Zeitpunkt surft der Kunde nur noch mit Modemgeschwindigkeit. Modems? Das waren doch diese Piepsdinger, mit denen wir uns noch Anfang der 90er in das World Wide Web einwählen mussten! Ja, das ist richtig.

tl;dr

Beim Ausbau der Internet-Infrastruktur braucht unsere Politik Berater, die den Politikern nicht nach dem Mund reden, sondern sie antreiben ein Vielfaches von 50MBit/s umzusetzen und die Anbieter verpflichtet günstige, volumenbasierte Tarife anzubieten, die dem tatsächlichen Verbrauch gerecht werden.

Das ist schon eine sehr schöne Hilfe, wenn man denn die nötigen Teile, wie einen KFZ_Charger eine 9V Block-Batterie und einen Schlüssel dabei hat.

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via: Lifehacker

 

one more thing… #Apple #Watch [Parody]

September 10th, 2014 | Posted by Mathias in einfach so - (0 Comments)

just in case you missed it…

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;-)

Mobile Payment: Apple heizt Gerüchteküche anUnzählige sogenannte “Mobile Payment Systeme” buhlen auf dem Markt um die Gunst und die Budgets der Kunden. Angetrieben durch den kurz bevorstehenden Start des Apple iPhone 6 beginnt die Gerüchteküche wieder zu brodeln.

So wirklich klar ist vielen dabei gar nicht, was genau dieses “Mobile Payment” eigentlich ist. Ich behaupte, jede Art der möglichen Zahlungsweisen ist mobil, selbst die, wenn man mit Scheinen und Kleingeld an der Kasse steht. Die Begrifflichkeit des in der heutigen Welt genannten Mobile Payments hingegen meint die Abrechnung von Warenkörben unter Beteiligung des Mobilfunktelefons.

Es gibt bereits dutzende von Zahlsystemen, die in Verbindung mit dem Smartphone mehr schlecht als recht funktionieren und zudem meist den eigentlichen Zahlvorgang nicht vereinfachen, was das eigentliche Ziel des Mobile Payments sein sollte, sondern ihn verkomplizieren. Appbasierte Systeme wie die neuste Paypal App, Apps von Edeka und Netto oder Taxi.de, stehen dabei in Konkurrenz zu Systemen mit Card-Readern für das Handy, wie z.B. Square, oder eben sogenannten Wallets, wie die Google Wallet oder den Wallet Systemen der Netzbetreiber, wie Telekom und Vodafone, welche allerdings nur in Verbindung mit einem Secure-Element auf der Mobilfunk-SIM-Karte funktionieren.

Nun jedoch soll Apple den Markt revolutionieren. Gerüchten zufolge soll Apple in die Version 6 des iPhones neben dem bereits integrierten Fingerabdruckscanner einem NFC-Chip integrieren wollen. Weiterhin besagen einzelne Berichte, dass Apple nun mit Kreditkarten-Unternehmen, vor allem American Express, zusammen arbeiten will.

Vorausgesetzt das iPhone 6 enthält nun tatsächlich einen Paymentdienst, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Apple hier einen Pflock einschlägt und den Markt aufrollt? Nun, Apple hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie durch andere Herangehensweisen Märkte revolutionieren können. Dies zeigte schon die Einführung des iPhone selbst, wodurch Marktführer, wie Nokia oder Blackberry nicht nur vom Thron gestoßen wurden, sondern in eine tiefe Krise, die auch heute noch sieben Jahre nach Einführung des neuartigen Smartphonekonzeptes der Apple Inc.  anhält.

Zumindest für den deutschen Paymentmarkt sehe ich hier keine wirkliche Revolution. Die Deutschen habe heute noch Angst sich durch den Einsatz von Kredit- oder EC-Karten zu verschulden. Weiterhin ist ein Mobile Paymentsystem nur ein weiteres neben vielen, die alle um das Budget des Kunden buhlen müssen. Nur weil Apple ein Paymentsystem einführt, ist nicht plötzlich mehr Geld im Markt. Die Kunden werden auch nicht beginnen, mehr Geld auszugeben. In den “Mobilen Paymentsystemen” steckt eine tiefe und zudem vage Phantasie. Die Phantasie, dass die Kunden ihr Verhalten bei Einkäufen am POS ändern und nicht mehr bar oder mit “Karte” zahlen, sondern mit der App oder der Wallet. Das zieht natürlich Umsätze ab, hin zu den Wallets und Apps und führt damit dann zu Einnahmen ihrer Betreiber durch Transaktionsgebühren. Die Banken verlieren dadurch an genau diesen Gebühren, die App und Wallet Betreiber wollen dadurch gewinnen.

Aber werden die Nutzer tatsächlich ihr Verhalten ändern? Haben Sie ein höheres Vertrauen in Apple als  in die kreditkarten-ausgebenden Unternehmen (VISA, AMEX), wenn sie schon kein großes Vertrauen in diese haben?

Zumindest muss ein solches System sehr, sehr einfach, aber vor allem sicher sein. Es geht nicht nur um Digital Lifestyle, sondern um unser Bestes: unser Geld. Hier wollen wir absolute Sicherheit! Wir werden sehen. Eins ist jedoch gewiss: auf dem deutschen Markt wird es m.E. keine Revolution geben, sondern eine sehr, sehr  lange “Einführungsphase”.

Bildquelle: pixabay.com