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drahtlos an der Schlei in Schaalby

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Filter für Videos auf Handys???


Mathias | 06. August 2007 um 21:15 |

Wenn es nach dem Wunsch unserer Volksverdrehertreter geht, dann sollen jetzt sowohl Mobilfunkunternehmen als auch Handyhersteller sicherstellen, daß Gewaltvideos oder auch Szenen, in denen Schüler Lehrkräfte verunglimpfen, auf den Handys der Schüler durch technische Filter geblockt werden.

Jeder halbwegs normal denkende Anwender aktueller multimedialer Technologie krümmt sich bei solch wirren Überlegungen.  In oben verlinktem Bericht auf onlinekosten.de erwähnt ein BITKOM-Sprecher, daß dies völlig an technsich machbarem vorbei geht.

 Die NRW-CDU will die Handy-Hersteller laut “Rheinischer Post” vom Montag dazu bewegen, ihre Geräte mit einer Sicherung gegen die Verbreitung von Gewaltbildern auszustatten. Eine selektive Filterung gewalttätiger Inhalte geht nach Ansicht von Breul am Machbaren “völlig vorbei”

Nach den Schäuble-Exzessen setzen solche wirren Ideen, dem Treiben unserer Politiker echt die Krone auf. Wenn man überlegt, daß dort in den Staatskanzleien hochbezahlte “Experten” sitzen, die die Politiker letztlich beraten sollen, dann weiß man spätestens jetzt, wofür unsere Steuergelder draufgehen.

Es gebe keine Filter, die Gewaltszenen auf dem Schulhof oder unvorteilhafte Fotos von Lehrern erkennen und sperren könnten. Der Sprecher des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Wolfgang Heer, sagte, vor den Handynetzbetreibern seien die Gerätehersteller am Zuge, wenn eine Filterung überhaupt technisch machbar sei. Eine selektive Filterung gewalttätiger Inhalte geht nach Ansicht von Breul am Machbaren “völlig vorbei”.

Daß eine solche Filterung nicht machbar ist, scheint jedenfalls heute jedem normal denkenden klar. Und ehrlich gesagt ich verstehe die Politiker nicht, die sich auf solch glitschiges Terrain begeben, haben sie doch mehr als offensichtlich weder selbst auch nur annähernd einen Hauch einer Vorstellung der technischen Möglichkeiten, noch holen sie sich wirklich fähige Berater an die Seite.

Sicherlich müssen wir unsere Kinder vor Schaden schützen. Dies ist wohl auch die Grundidee, hinter solchen Vorstößen, aber hier schießen die Damen und Herren mehr als eindeutig über ihr Ziel hinaus.

Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, daß Kinder auch fernsehen. Die Nachrichten sind oft schlimmer und blutrünstiger als die Prügelszenen, Lehrerverarsche oder/und Gewaltvideos auf den kleinen Schirmchen der Mobilfunkendgeräte.

Das soll jetzt nicht verharmlosend wirken, aber wenn unsere Politiker filtern wollen, dann sollen sie bei Fernsehen, Rundfunk und Presse anfangen. Schaut doch mal bei RTL-Aktuell, Heute, der Tagesschau oder den anderen Nachrichtensendungen und -Sendern rein. Da kommt man gegenüber seinen Kindern ganz schön ins Schwitzen, wenn man ihnen klar machen möchte, daß es für die Allgemeinbildung durchaus wichtig ist wenigsten einmal am Tag Nachrichten zu sehen.

Beängstigend!


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