10 Schritte zum optimalen WLAN-Netz

Februar 11th, 2008 | Posted by Mathias in Computer | Netzwerk | WLAN

Auch wenn ich weder Netzwerkprofi noch PC-Spezialist bin, möchte ich anderen durch meine Erfahrungen mit WLAN-Netzen helfen. Dies um so mehr, da die hier beschriebenen Tipps, Konfigurationen und Kniffe bisher immer reibungslos funktioniert haben. Dort wo es nicht auf Anhieb klappte, wurde durch minimale Hardware-Veränderungen dann doch noch das optimale WLAN-Netz erreicht.

Aber jetzt geht’s endlich los. Folgende Punkte sollen im Detail behandelt werden:

Der 10 Punkte Plan:

  • Auspacken und Anschließen
  • Zentraler Standort für den WLAN- Router
  • Aktuellste Firmware verwenden
  • Verwendung der Konfigurations-Software des WLAN-Sticks
  • Router konfigurieren
  • Den WLAN- Adapter konfigurieren
  • optimale Verbindung und Position ohne Verschlüsselung suchen
  • Störende Einflüsse suchen und beseitigen
  • Verschlüsselung einstellen
  • Verbindung prüfen

Bei der Vielzahl der DSL-Anbieter gibt es genauso viele unterschiedliche Hardware-Varianten, die bereits im Angebot enthalten sind oder gegen „geringen“ Aufpreis optional hinzugekauft werden können. Am sinnvollsten ist natürlich ein WLAN-Router, wenn man ein WLAN-Netz aufbauen möchte. Bietet der Anbieter keinen WLAN Router an, muss ein entsprechendes Gerät besorgt werden.

Auspacken und Anschließen

Der Router ist angekommen und der DSL-Anschluss ist aktiviert worden? Super! Dann kann es ja los gehen!

Wie man die einzelnen Komponenten verkabelt werde ich hier nicht ausführlich beschreiben, denn dazu steht in der Router Anleitung in der Regel bereits alles drin, was man wissen sollte. Das Lesen der Anleitung, kann ich Euch also nicht ersparen und will es auch nicht. Nur wer da mal rein schaut, lernt seinen Router auch richtig kennen. Also erstmal die Anleitung lesen und den Router nach Anleitung verkabeln.

Zentraler Standort für den WLAN Router

Zu beachten ist, dass man für den WLAN-Router einen möglichst zentralen Standort findet. Logischerweise ist dies jedoch stark abhängig davon, wo der Telefonanschluss in der Wohnung oder im Haus installiert ist. Meiner liegt im Hauswirtschaftsraum. Da ich in einem Holzhaus wohne ist dies kein Problem. Das WLAN Netz ist stark genug, um durch die Wände durchzudringen. In größeren Wohneinheiten mit Stahlbetonwänden kann es allerdings zu einem großen Problem werden. Die WLAN-Signale werden in Gebäuden aus Stahlbeton meist sehr stark abgeschirmt, so dass kein wirkliches Surfvergnügen aufkommen will. Es kommt eine zu geringe bis gar keine Sendeleistung am Empfänger an und häufige Verbindungsabbrüche gehören zur Tagesordnung.

Wichtig ist, dass der Telefonanschluss bzw. der Router möglichst nah am PC-Standort liegt und damit die WLAN-Strecke möglichst ohne Hindernisse dazwischen ist. Ist dies so nicht möglich, sollte man über das Verlegen des Telefonanschlusses nachdenken oder einen Repeater benutzen.

Aktuellste Firmware verwenden

Ist der bestmögliche Standort für den WLAN-Router erst einmal gefunden, geht es ans Konfigurieren. Dafür sollte man jedoch darauf achten, möglichst aktuelle Firmware zu benutzen. AVM, Hersteller der Fritz! Boxen, ist was das regelmäßige Updaten der Firmware betrifft, sehr aktiv. AVM stellt für seine Geräte nahezu monatlich neue Software bzw. Firmware bereit.

Ist es nicht möglich an die neuste Firmware zu kommen, weil der Anschluss noch nicht so richtig steht, oder sonstige Gründe einen Download verhindern, kann man natürlich auch mit der beim Router beigelegten Software starten. Allerdings sollte man schnellstmöglich updaten, da mit jeder Firmware auch Verbesserungen an den Routinen und Schnittstellen vorgenommen werden. Dadurch wird gelegentlich auch die WLAN-Verbindung verbessert.

Verwendung der Konfigurations-Software des WLAN-Sticks

Meine Empfehlung: Das Windows eigene WLAN-Tool abschalten und die Software des Stick-Herstellers nutzen. Schaltet man das Windows-Tool nicht ab, kann und wird es im Parallelbetrieb zu Konflikten kommen. Unter Windows XP kann man das Tool wie folgt abschalten:

Systemsteuerung -> Netzwerkverbindungen -> Eigenschaften der drahtlosen Netzwerkverbindunge (Kontextmenü) unter „Drahtlosnetzwerke“

deaktivieren. Häkchen bei

„Windows zum konfigurieren der Einstellungen verwenden“

entfernen.

Es gibt WLAN-Fans, die auf das Windows-Tool schwören. Ich habe allerdings negative Erfahrungen machen müssen. Auswirkungen in der Regel, Abbrüche und schlechte Verbindung.

Router konfigurieren

Jetzt geht’s ans Werk! Wenn man in der glücklichen Lage ist, eine Fritz! Box mit Stick&Surf zu besitzen, dann ist man jetzt schon fast fertig. Die Box ist voreingestellt und man kann den Fritz! USB-Stick nun an den USB-Port der Box anschließen. Dieser wird nun von der Box automatisch konfiguriert. Jetzt noch an den PC anschließen und man ist schon fertig, sofern der Stick am PC per Software bereits installiert wurde. Andernfalls holt man das nun nach.

Hat man eine Box oder einen Router ohne diese AVM-Technologie, ist es aber nur geringfügig schwerer. Die Box oder der Router sollten zunächst per LAN-Kabel direkt mit dem PC verbunden werden. Dazu kann es nötig sein, den Router vom DSL-Netz abzustöpseln und mit an den PC zu nehmen.

Mit dem PC per LAN verbunden, sollte man nun durch Eingabe der Adresse für das Konfigurationsmenü im Webbrowser eben dieses aufrufen. Bei Fritz! Boxen erreicht man dies durch Eingabe von „http://Fritz.box“ in der Adresszeile des Browsers, oder allgemein durch Eingabe der IP-Adresse des Routers. Den genauen Aufruf findet man in der Beschreibung des Routers im Bereich „Konfiguration/Einstellungen“.

Router-Menü aufrufen

Irgendwo im Router-Menü sollte man nun den Punkt „WLAN“ finden. Hier setzt man das Häkchen bei „WLAN aktivieren“ und schon ist das WLAN-Netz eingeschaltet. Bevor man nun jedoch den Router wieder ab stöpselt, gibt es noch ein paar Dinge zu klären und einzustellen. Als erstes sollte geprüft werden, ob „neue WLAN-Geräte zu(ge)lassen“ sind. Wenn nicht dann sollte dies jetzt aktiviert werden, da man ja noch den „neuen“ WLAN-Adapter anschließen möchte.

Wurde das Funknetz aktiviert, dann kann man zunächst mit den Grundeinstellungen weitermachen. Ich empfehle jedoch schon an dieser Stelle, den Namen des Funknetzes, die so genannte „SSID“ (Service Set Identifier) zu ändern. Einfach den gewünschten Namen in das Eingabefeld tippen. Sollte das Verbergen der SSID möglich sein, bitte dies noch nicht aktivieren. Der Stick würde das Netz so nicht unbedingt finden können. Diese Einstellung kann man später noch vornehmen. Ebenso lassen wir hier noch den unverschlüsselten Zugang ohne Passwort zu. Das hilft beim ersten Verbindungsaufbau. Weiter zum nächsten Schritt…

Den WLAN- Adapter konfigurieren

Für diesen Schritt, sollte man zunächst den noch am PC per LAN hängenden Router ab stöpseln. So ist sicher gestellt, dass der Stick gleich die Verbindung zum Router aufbaut und nicht mehr per LAN verbunden wird. Nun den Stick anschließen, falls noch nicht geschehen, den Treiber und die Software installieren. Hier hilft beim richtigen Vorgehen auch wieder die Anleitung des USB- Adapters. Wie oben beschrieben nicht vergessen, das WINDOWS-Tool abzuschalten.

Jetzt kann man die Software des Sticks starten und nach dem WLAN-Netz suchen lassen. Der Stick sollte nun eigentlich, sofern der Router immer noch eingeschaltet ist, die SSID des WLAN-Netzes finden. Sollten noch weitere WLAN-Netze in der Umgebung sein, darauf achten, dass man jetzt die eigene, selbst vergebene, SSID anwählt und verbindet.

Wenn die Verbindung hergestellt wurde, kann man nun wieder die Konfigurations-Seite über den Webbrowser aufrufen. Bekommt man keine Verbindung, dann sind die TCP/IP-und DHCP-Einstellungen zu überprüfen. Dazu ruft man in Windows die Netzwerkeinstellungen auf bzw. lässt sich die verfügbaren Netzwerke und Netzwerkgeräte anzeigen. Unter XP geht man über die Systemsteuerung. Dort angekommen ruft man die betroffene Verbindung auf und zwar per Rechtsklick, dort im Kontextmenü auf den Punkt „Eigenschaften“ klicken. Im Tab „Allgemein“ sucht man sich das Element für die TCP/IP Einstellungen. Anklicken und bearbeiten über den Punkt Eigenschaften. Hier bitte unter „IP Adresse automatisch beziehen“ und „DNS automatisch beziehen“ sicherstellen, dass nur diese aktiv sind. Übernehmen und die Verbindung sollte nun hergestellt werden können.

Ist dies nicht der Fall, sollte man im Router (wieder per LAN anschließen) überprüfen ob in den Netzwerkeinstellungen DHCP aktiviert ist. Damit sollte es dann endlich klappen und man kann den Router an seinen Platz zurückstellen. Auch jetzt ist hoffentlich noch eine WLAN-Verbindung vorhanden. Wenn nicht, müssen wir zum nächsten Schritt übergehen.

Optimale Verbindung und Position ohne Verschlüsselung suchen

Den WLAN-Stick würde ich immer mit einem USB-Verlängerungskabel ausrichten. Den Router würde ich, wie bereits angemerkt immer möglichst zentral in der Wohnung aufstellen, oder so platzieren, das nur eine möglichst direkte und kurze Strecke ohne viele Hindernisse überbrückt werden muss. Am einfachsten ist es hier zunächst ein wenig herum zu probieren und die Verbindung über die WLAN-Software auf die höchstmöglich Verbindungsqualität zu prüfen. AVM hat sogar für den FRITZ! USB-Stick in die Software per Firmware-Update ein Hilfsprogramm zur Ausrichtung integriert, das hier gute Dienste leistet.

Störende Einflüsse suchen und beseitigen

Ist die beste Position von Router und WLAN-Adapter gefunden, kann man sich noch daran machen, andere störende Einflüsse zu eliminieren. Zunächst einmal sollte man prüfen, ob es in der Nachbarschaft WLAN-Netze gibt. Nutzen diese den gleichen Kanal, zu finden in der Übersicht der gefunden Netze und ihren Eigenschaften, wie das eigene WLAN, dann sollte man den Kanal in den WLAN-Einstellungen des eigenen Routers mindestens 2 Kanäle Abstand zwischen dem eigenen un dem Fremden Netz herstellen. Liegen die Netze alle auf Kanal 6, wechselt man den eigenen auf 4 oder 8. Besser noch: man stellt an das komplett gegenüberliegende Ende.

Man sollte ebenfalls darauf achten, dass zwischen Router und Adapter kein schnurloses Telefon funkt. Telefone nach dem DECT-Standard, können das WLAN-Netz sehr stark beeinträchtigen. Auch Mikrowellenherde sind immer wieder für Störungen verantwortlich. Man sollte also alles was irgendwie funkt, aus der Reichweite des WLAN-Netzes entfernen. Handys im Übrigen auch.

Verschlüsselung einstellen

Da jetzt das WLAN- Netz optimiert ist, gilt es noch die Verschlüsselung herzustellen. Dazu ruft man wieder das Router-Menü über den Webbrowser auf und aktiviert die höchst mögliche Verschlüsselungstechnik (WPA ist sicherer als WEB). Man sollte ein möglichst langes Passwort nutzen. Nun noch die Einstellungen im Router speichern.

Die WLAN-Verbindung wird nun kurz abbrechen, da am Router die Verschlüsselung aktiviert werden muss. Am besten im Anschlu erneut ßmit der Sticksoftware nach Netzen scannen und mit dem eigenen Netz verbinden. In der Regel erkennt der Stick, die Einstellungen des Netzes von selbst und es muss nur das eben im Router eingetragene Passwort eingegeben werden. Danach wird die Verbindung wieder hergestellt und man kann endlich drahtlos surfen. Findet der Stick die Einstellungen nicht automatisch, kann man die nötigen Einstellungen auch selbst vornehmen. Verschlüsselung aktivieren, Passwort eingeben etc. Das ist an sich nicht weiter schlimm.

Verbindung prüfen

Nachdem die Verbindung nun verschlüsselt ist, sollte man direkt prüfen, ob man auf seine Startseite gelangt. Dann sollte man ein paar kleinere Downloads machen und schauen, ob alles reibungslos funktioniert. Das war es auch schon!

Ich freue mich auf Fragen, Anregungen, Kritik und Feedback. Schickt mir dazu eine Mail oder nutzt die Kommentarfunktion.

 

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