Mit 140 Zeichen zur mehr mobiler Datennutzung

Oktober 12th, 2008 | Posted by Mathias in Computer | Kommunikation | Microblogging | Mobilfunk | Twitter | Web2.0

Treibt Twitter die mobile Datennutzung an?

Treibt Twitter die mobile Datennutzung an?

Twitter ist:

Im Jahr 2006 entdeckte ich erstmals den heute vermutlich wichtigsten Kommunikationsdienst im Internet: Die Microblogging-Plattform Twitter. Damals habe ich den Dienst noch arg degradiert und als neuen SMS-Dienst, der wahrscheinlich nur in Amiland fliegt angesehen. Ich dachte, die da drüben kennen die SMS nicht so wie wir und gehen den Weg zur SMS über Internetdienste. Das ist vielleicht auch so, in Bezug auf Twitter selbst, habe ich den Dienst jedoch augenscheinlich unterschätzt.

Steigende Twitter-Nutzung

Seit Februar 2008 etwa nutze ich Twitter sehr intensiv, inzwischen mit den unterschiedlichsten Tools im stationären, wie auch im mobilen Web. Die einzelnen Tools sind hier in diesem Beitrag verlinkt oder über die Tags Microblogging und Twitter zu erreichen. Zu Beginn ist die Nutzung ein klein wenig schwierig, denn man hat kaum Kontakte, weiß nicht was man schreiben soll, wem man schreiben soll und tut sich vermutlich auch schwer damit, zu verstehen, was ein @Reply ist und wie man diese von einer Directmessage unterscheidet. Natürlich gibt es neben den FAQs einige weitere nützliche Quellen, wie z.B. die Seite Twitterdings von Nico Lumma , die sich sehr intensiv mit Twitter selbst beschäftigt. Auch eine Google-Suche kann helfen oder ein Besuch bei der Wikipedia. Aber kann man so selbst allumfassend diesen webzweinulligen Dienst verstehen, ihn kennenlernen und nutzen lernen? Ich glaube schon! Allerdings muß man sich dazu in dieser Szene – und ich nenne sie so ohne  sie negativ bewerten zu wollen – bewegen und begierig sein stetig dazuzulernen. Dazu gehört auch eine reichhaltige Lektüre von News, Weblogs und Feeds.

Mit 140 Zeichen

Glücklicherweise wäre aber das Internet nicht das Internet, wenn sich nicht jemand finden würde, der sich diesem Thema annimt und ein Buch schreibt. Nicole Simon ist derzeit gerade dabei dies zu tun.

Auf der Webseite zum BuchTwitter: Mit 140 Zeichen zum Web2.0“  lesen wir über die Autorin:

Nicole Simon ist europäische Web 2.0 Spezialistin und wohl am besten bekannt für ihr “cruel to be kind” Feedback und ihre Podcast-Interview-Serien. Dank ihrer langjährigen Erfahrungen in Wirtschaft und Netz sowie ihrer breitgefächerten Kenntnisse und Engagements ist die 37-jährige Lübeckerin eine feste Größe nicht nur in der deutschen Netzwelt.

Sie begleitet Unternehmen und Organisationen auf ihrem Weg in die Web 2.0 Welt und ist gesuchte Ansprechpartnerin für ausländische Unternehmen und Startups, die den deutschen Markt betreten wollen. Sie fungiert u.a. als Beirat für internationale Konferenzen wie die next09 und Web 2.0 Expo Europe und moderiert das ‘Global Business Women’-Forum auf Xing.

Die Autorin nutz die Webseite „Mit 140 Zeichen“ direkt zur Recherche für das Buch. Die Zielsetzung des Buches ist natürlich bereits klar. Es soll aufzeigen was Twitter ist, wie es funktioniert und wie man es zudem auch professionell zum Beispiel im Rahmen der Unternehmenkommunikation nutzen kann. Vermutlich wird auch ein Blick über den Tellerrand gewagt zu den anderen aufstrebenden Microblogging-Diensten, wie dies von Cem Basman, der hier quasi als Vorreiter agiert, getan wird.

Gestehen muß ich an dieser Stelle ganz ehrlich, daß ich mich auf die Veröffentlichung des Buches freue. Denn auch wenn ich Twitter zu kennen glaube und es tagtäglich nutze, bin ich mir sicher, dass es Aspekte gibt, die mir nicht direkt ersichtlich sind, dass es Dienste gibt, die ich noch nicht kenne und vor allem, dass ich erfahre, wie andere Twitter-Nutzer den Dienst nutzen.

Mit Twitter zur erhöhten mobilen Datennutzung?

Im aktuellsten Beitrag auf Nicole´s Seite „Mit 140 Zeichen“ fragt die Autorin, ob die Nutzung des Dienstes Twitter auch die mobile Nutzung und damit die Nutzung von mobilen Datendiensten steigt? Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Twitter nicht nur per SMS genutzt werden kann. SMS ist in meinen Augen auch nicht ausreichend, um Twitter wirklich sinnvol zu nutzen (Anm.: Twitter hat die Nutuzung per SMS im Besonderen von Updates der Community kürzlich vor allem in Europa stark eingeschränkt) und vor allem ist dieser Weg auch viel zu kostenintensiv!

Daher suchen sich die Nutzer andere Wege, um ständig mit ihrer Community in Kontakt und auf dem Laufenden zu bleiben. Wie ich bereits in den weiter oben verlinkten Artikeln beschrieben habe, nutze ich unterwegs selbst Twibble zum schreiben von Tweets und zum posten von Bildern vom Handy nutze ich Snaptweet. Snaptweet bedient sich dabei eines kleinen Tricks: die Bilder werden zu Flickr gemailt, Flickr setzt ein bestimmtes Tag, welches Snaptweet ausliest und das Bild dann per Kurz-URL bei Twitter mit dem Account des Nutzers postet. Klingt einfach, ist es auch! Allerdings ensteht vor allem beim Posten von Bildern bei intensiver Nutzung eine Menge Traffic. Twittert man nur und sendet keine Bilder, dann reicht sicher ein kleines Datenpaket z.B. 5MB.  Bei intensiverer Nutzung mit dem posten von Bildern, sollte man ruhig auch die größeren Datenpakete ins Auge fassen.

Aber eines zeigt sich deutlich: Der Bedarf an der mobilen Twitter-Nutzung ist nicht erst dadurch entstanden, dass sie jemand mobile Clients entwickelt hat. Der Bedarf war bereits da, als die Tweets noch ausgiebig per SMS gesendet und empfangen werden konnten. Kaum waren die ersten mobilen Twitter-Clients verfügbar konnte man auch in der eigenen Timeline sehr schnell die intensivere Nutzung von mobilen Clients erkennen, wie in folgender Abbildung zu sehen. Hier kommen Twibble und Snaptweet zum Einsatz.

steigende mobile Twitter-Nutzung

steigende mobile Twitter-Nutzung

Fazit:

Nicht nur die genannten mobile Twitter-Clients sind der ausschlaggebende Punkt der steigenden mobilen Nutzung. Zum einen gibt es noch ein Vielzahl weiterer Dienste, die die mobile Nutzung ermöglichen (z.B. m.slandr.net), zum anderen hat auch die steigende Verbreitung des iPhones und ähnlicher Smartphones, die Nutzung sicherlich noch einmal deutlich ansteigen lassen.

Insowern dürfte wohl deutlich werden, dass Twitter somit auch die mobile Datennutzung treibt.  Aber es kommen noch zwei wesentlich Aspekte hinzu, die die Datennutzung vorantreiben.  Die stark ansteigende mobile Nutzung von E-mails (Blackberry, Google-Mobile-Mail, Mail for Exchange) und die in letzter Zeit deutlich sinkenden Datenpreise im Mobilfunk. Alles zusammengenommen ist Auslöser einer verstärkten Nutzung mobiler Datendienste.

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Wer Twitter noch nicht kennt, sollte den Dienst nun umgehend kennelernen. Folgen kann man mir auch, entweder über den Twitter-Button oben rechts in der Sidebar oder nach dem Klick!

via: Twitterdings, MCB09, penzium.de, Mit 140 Zeichen

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