Jamba Content Abos kündigen
Mathias | 07. Mai 2009 um 21:59 |
Es gibt kaum jemanden, der sie nicht kennt. Es geht um die Jamba-Werbung im Fernsehen für Klingeltöne, Logos, Spiele, Wallpaper, Fulltrack-Downloads (sofern verfügbar), Musik-Schnippsel und Handy-Software. Meist läuft diese auf den Musiksendern oder sogar ganztägig auf Jamba.tv, frei empfangbar via Satelit.
Wie auch immer, ab und an werde ich mit der Frage konfrontiert, warum denn auf der Mobilfunkrechnung regelmäßig Beträge auftauchen, die man nicht zuordnen kann. Beim ersten Blick auf die Rechnung ist mir sofort klar, um was es sich handelt. Es sind sogenannte Sparabos, die unter anderem auch von Jamba abgerechnet werden, so bald man sich den gewünschten Content, also den heiß begehrten Inhalt, per SMS bestellt hat.
Jamba ist in diesem Markt der führende Anbieter, aber es gibt auch noch eine Vielzahl anderer Anbieter und Portale, die “mobile Content” auf diese Weise anbieten. Natürlich gibt es auch Einzel-Downloads, diese müssen jedoch sehr bewußt über spezielle Wege, mit bestimmten Keywords, also Schlüsselwörtern, auf eigens eingerichteten SMS-Kurzwahlen, oder via Web-Portal, bestellt werden.
Im konkreten Fall ging es jedoch in der Tat um ein Jamba-Abo. Natürlich war völlig schleierhaft, wie man gerade selbst zu diesem Abo gekommen sei… Es ist, wie es ist: Die erste Bestell-SMS ist natürlich vom betroffenen Handy selbst verschickt worden und somit wurde auch völlig zurecht seitens Jamba abgerechnet.
Problematisch wird es allerdings, wenn man die Abos abbestellen will, um nicht noch weitere Pakete zu zahlen. Ich persönlich hab aufgegeben, mich auf Jamba.de zu registrieren, um dann dort die Abos zu kündigen. Mir hat sich nicht erschlossen, wie man den eben angelegten Account mit der Handy-Nummer so verheiratet, dass man die Abos der Rufnummer einsehen und abbestellen kann. An sich sollte man jedoch, wenn man schon einmal Content bestellt hat, entweder bereits ein Passwort für den Account haben – nur schlecht, wenn der Betroffene dieses vergessen hat – oder sich für die Handy-Rufnummer ein neues Passwort zusenden lassen können. Letzteres war, warum auch immer, im konkreten Fall leider auch nicht möglich. In meinen Augen ist Jamba an dieser Stelle für mich beim Thema Usability zunächst einmal durchgefallen.
Doch es gibt dennoch ein Weg, wie man auch ohne Anruf bei der Hotline oder einer Mail an den Kundenservice zum Ziel gelangt: Jamba, hat sich wie eine Vielzahl von Telekommunikations- und Mobilfunkanbietern dem “Code of Conduct” verpflichtet, dem “Verhaltenskodex Premium SMS/Mobile Dienste und web-basierte Dienste” (Download bei meinem Arbeitgeber mobilcom-debitel). Dieser Code of Conduct regelt unter anderem, wie Mehrwertdienste bestellt und – im Falle von abo-basierten Diensten – abbestellt werden müssen. Für Jamba gilt also Folgendes:
SMS an 33333 mit dem Wort “Stopalle”
Unternehmen, die den Code of Conduct gezeichnet haben, sollten alle nach diesem Muster das Kündigen von Diensten zulassen. Bei einigen Anbietern kann es auch sein, dass zwischen den Wörtern “Stopp” und “Alle” ein Leerzeichen einzufügen ist.
Laut Code of Conduct sollten folgende Befehle Anwendung finden:
START, GO, JA, OK - Start eines Abonnementdienstes
STOP <Dienstename> - Beendet einen Abonnementdienst
STATUS - Liefert eine Liste der aktiven Abonnementdienste,
die über diese Kurzwahl bestellt wurden.
STOP ALLE – Beendet alle Abonnements, die über diese Kurzwahl
bestellt wurden.
INFO – Inländische Anschrift (Name, Adresse,Hotlinenummer) des Inhalteanbieters
Anmerkung:
Sicherlich mögen sich nun einige Leser Fragen, warum schreibt der das hier? Nun, zum einen hatten wir hier heute eben dieses Problem, zum anderen bin ich als Produktmanager unter anderem in genau diesem Segment bei oben genanntem Arbeitgeber tätig und es ist mir ein persönliches Anliegen, Hilfe zu leisten und aufzuklären. Gute Geschäftmodelle sind nur dann langfristig erfolgreich, wenn sie fair und transparent sind.
Sollte dieser Beitrag den ein oder anderen Leser anregen an dieser Stelle gegen Content-, Mehrwertdienste- und Telekommunikationsanbieter und ihre Geschäftsmodelle zu wettern, so kann dies an anderer Stelle gern getan werden. In diesem Blog werde ich jedoch solche Kommentare überarbeiten oder ggf. löschen. Danke für Euer Verständnis!
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Jürgen
Wenn alles transparent und fair ist sind diese Dienste ein gutes Angebot, habe mir selbst auch schon einige Klingeltöne bestellt, die Standardtöne sind auf die Dauer doch zu langweilig.
Mai 17th, 2009 at 5:09 05