Penzweb.de

drahtlos an der Schlei in Schaalby

, , ,

Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz


Mathias | 23. Januar 2010 um 11:19 |

Zensursula, Stoppschilder und Zugangserschwernis-Gesetz. Das sind die Stichwörter, die einen normal denken Menschen aufschreien lassen. Denn hier geht es um nichts anderes als von statlicher Seite Einfluß auf die freie Entwicklung des Internets zu nehmen. In aller Regel endet ein solcher Eingriff, auch wenn er zu Beginn von durchaus nachvollziehbaren und sinnvollen Zielen geleitet ist, in einer Zensur der Medien.

Elektrischer Reporter:

Die Tage des freien Surfens im Internet könnten bald vorüber sein. Länder wie China oder Iran überwachen bereits heute schon jeden Klick ihrer Bürger und stellen Vorschriften auf, welche Seiten diese aufrufen dürfen und welche nicht. Aber auch in Europa ist die Bewegungsfreiheit im Web in Gefahr. In Frankreich können mittlerweile Nutzer mit einem Surfverbot bestraft werden, wenn sie dreimal beim illegalen Musiktausch erwischt werden.
In Deutschland sollten durch das so genannte Zugangserschwerungsgesetz virtuelle Stopp-Schilder vor kinderpornographischen Inhalte errichtet werden. Auch wenn dieses Gesetz vorläufig auf Eis liegt: Kritiker dieser Regelung befürchten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis andere unliebige Inhalte wie Computer- oder Glücksspiele zensiert werden. Derweil tagen die hinter verschlossenen Türen die führenden Wirtschaftsnationen zum Thema “geistiges Eigentum” – auf ihrer Tagesordnung stehen auch Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen. Der Elektrische Reporter über Zensurmaßnahmen und ihre Folgen.

Elektrischer Reporter – Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz


Abbonieren, Bookmarken Twittern


RSS Feed RSS Feed Mail Feed Feed Per Mail Kommentar Feed Kommentar-Feed

Ähnliche Artikel:



Kategorie(n)




2 Comments


  1. Cornelia

    Die Sperrung von Internetseiten mit kinderp* Inhalten befürworte ich. Auch wenn das Internet ein sozusagen “freies” Medium ist, sollte nicht alles zugänglich sein, vor allem nicht Inhalte, die andere gefährden.

    Über das Thema Computer- und Glücksspiele kann man diskutieren, ob es übertrieben ist.


  2. Cornelia, die Sperrung von Seiten mit bedenklichen Inhalten bringt nichts, da Sperren umgangen werden können. Die volständige Löschung dieser Inhalte und und die juristische Verfolgung und Bestrafung der Täter ist das einzig Sinnvolle.

    Und da es bereits gesetzlich Verankert ist, dass KiPo unter Strafe steht, gibt es genügend juristche Möglichkeiten, dem ein Ende zu setzen. Es bedarf weder Stopp-Schildern noch Sperren. Sobald es Sperren und Sperrlisten gibt, die verwaltet werden, entstehen die Begehrlichkeiten auch andere Inhalte die ggf. nicht ins Bild passen zu sperren. Das ist dann Zensur und widerspricht dem Art 5 im Grundgesetz.




More in Internet, Politik, Recht
Blogstöckchen – mobile Social Media Nutzung

Die Social Media Nutzung nimmt in der Bevölkerung in der letzten Zeit spürbar zu. Immer häufiger findet man Bekannte, Verwandte,...

Close