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Die Wahrheit über HD+


Mathias | 29. August 2010 um 11:16 |

the PowerCD's current homeÜber einen Tweet von Webe auf Twitter stolperte ich gerade über den Artikel Kampagnen-Video gegen HD+ auf Youtube gelöscht. Seit einiger Zeit haben wir einen HD-Fernseher. Schauen können wir allerdings nicht in HD, da wir keinen passenden Receiver haben. An sich wollte ich mir diesen bald anschaffen. Und damit man auch die privaten Sender gucken kann, sollte es dann ein HD+ Receiver sein. Einziges mir bis dahin bekanntes Manko: Wer HD+ empfangen will, soll dafür – soweit mein Kenntnisstand – jährlich mindstens 50€ zahlen. Beim Kauf des Gerätes, ist das erste Jahr schon inklusive.

Dieser Umstand ist in meinen Augen schon ausreichend, um vom Kauf eines HD+ Receivers abzusehen. Schließlich zahlen wir alle die sowieso schon in der Kritik stehenden GEZ-Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender und ertragen bei den Privaten alle 30 Minuten einen meist mindestens 10-minütigen Werbeblock. Ich habe nichts gegen Werbung, aber ich entscheide, welche ich ertrage und welche nicht.  Dazu aber später mehr. Nun bei HD+ zusätzlich auch noch Gebühren zu zahlen, geht mir allerdings gegen den Strich.

Aber das kleine Plus-Zeichen am HD+ bietet dem Kunden noch mehr. Schaut selbst:

YouTube Preview Image

DierektHD+Fail – Link zum Kampagnen-Blog gegen HD+ xxHDplusxx

auf Wikipedia kann man ebenfalls noch mal nachlesen, was HD+ für den Konsumenten bedeutet:

Mit Hilfe der HD+-Technik können die Sender Aufnahmen reglementieren oder ganz unterbinden. Sie können für jede einzelne Sendung:

  • die Aufnahme gänzlich unterbinden.
  • die Wiedergabe von TV-Aufnahmen zeitlich begrenzen (zwischen sechs Stunden und 61 Tagen) (Zeitliche Begrenzung von Aufnahmen als Restriktion wird allerdings von den Sendern momentan nicht angewendet)
  • zeitversetztes Fernsehen gänzlich unterbinden oder begrenzen (zum Beispiel nur bis 90 Minuten nach Sendungsende)
    TV-Aufnahmen unter Einsatz des individuellen Keys des DVB-Recoders an das jeweilige Gerät binden, die dann nicht von anderen Geräten wiedergegeben werden können. Auch das Aufzeichnen auf einer externen Festplatte kann verhindert werden.
  • das Vorspulen (z. B. zur Unterdrückung der Werbung) gänzlich unterbinden. ProSieben und Sat.1 haben bereits angekündigt, bei der Wiedergabe von HD+-Mitschnitten das Überspringen bzw. schnelle Vorspulen der Werbung zu verhindern, RTL und VOX erlauben gar nur Echtzeit-Wiedergabe – verbieten also grundsätzlich das Spulen.
  • festlegen, ob und in welcher Auflösung (evtl. Downscaling auf SDTV) die Videoausgabe über den analogen Ausgang (z. B. SCART) erfolgen soll und ob diese mit einem Kopierschutz (Macrovision) versehen wird, wie etwa bei HDTV-Sendungen.

Zur Zeit werden aber nur die härtesten dieser Möglichkeiten genutzt. So wird auf den HD+-Sendern das Vorspulen während der Wiedergabe und das Archivieren der HD+-Aufnahmen unterbunden. Ob und wann lockere Restriktionsmaßnahmen angewendet werden, steht bislang noch nicht fest.

In der ZDF-Mediathek habe ich noch einen WISO Beitrag gefunden, der sich ebenfalss mit HD+ befasst: Das Geschäft mit HDTV

Ich fasse dann mal zusammen:

Der brave Konsument, welcher bereits GEZ-Gebühren zahlt und Werbung schaut, kauft, um HD-Fernsehen genießen zu dürfen einen teuren HD-Fernseher. Zusätzlich kauft er einen nicht minder teuren HD-fähigen Receiver. Er zahlt eine jährliche noch nicht abschließend festgelegte jährliche Gebühr, um weiterhin HD-Fernsehen genießen zu können. Das Tüpfelchen auf dem I ist jedoch, dass, obgleich, der Konsument bereits viel Geld auf den Tisch gelegt hat, er obendrauf dafür auch noch von den privaten TV-Anstalten gegängelt wird. Kein oder nur eingeschränktes Timeshift, Aufnahmen sind kaum noch möglich, der Kunde wird verdonnert, nein, gezwungen auch bei Aufnahmen, Werbung zu schauen, denn ein Vorspulen ist untersagt.

Noch einmal: Der Kunde zahlt für Geräte, er zahlt fürs Schauen und er zahlt, um sich von den Sendern gängeln zu lassen. Hier muß dann jeder selbst wissen, wie viel Geld er bereit ist der Industrie und den Sendern für diese Dienstleistung in den Rachen zu werfen.

Die Empfehlung wird sein, einen HD-Receiver (ohne *PLUS*) zu erwerben. Der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender in HD bleibt, bis auf die GEZ-Gebühren nämlich kostenfrei.

Zudem sollten die Sender nicht vergessen, dass es schon längst Alternativen zum herkömmlichen Fernsehen gibt. Die jüngeren Konsumenten stellen sich ihr Programm nämlich auf den diversen Internet-Video-Plattformen bereits heute selbst zusammen. Social-Media. Hier ist dann auch oftmals die HD-Auflösung verfügbar.

Wollen wir mal für die Sender hoffen, dass es nicht doch noch dazu kommt:

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Creative Commons License photo credit: blakespot

Disclaimer: Nur, um es noch einmal klar zustellen: In diesem Blogbeitrag vertrete ich meine ganz persönliche Meinung.


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1 Comments

  1. Hier ist noch eine interresante seite gegen hd+

    http://xxhdplusxx.wordpress.com/

    wir können uns nicht alles gefallen lassen!!!




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