Immer wieder Sonntags sammle ich an dieser Stelle die Links aus meiner “Mobilen Woche” überwiegend mit Themen, News und Nachrichten, die irgendwie “mobile” sind, aber auch angrenzenden Themen wie Gadgets, Tools, Mobilfunk, Apps, Smarthome, Netzpolitik.

In dieser Woche gibt es eine neu Sucht, wir schauen uns einmal Windows Phone an, kommen in diesem Zusammenhang auf Nokia zu sprechen und auch auf Android, ein neues Smartphone-Konzept, schauen was Cisco und Linksys zur Backdoor sagen, besprechen Neues aus dem “Smarthome”,  tracken Haustiere mit USB nein GPS, kommen kurz auf Nest zu sprechen, ein RaspberyPi Tablet und runden App, äh ab mit einer Zahlung von Apple in Höhe von über 30 Mio Dollar.

Eine neue Sucht

Das Wochenende begann mit einer App, die in kürzester Zeit zu zweifelhaftem Ruhm gelangt. Klickt bloß nicht auf den Link in der Überschrift.

Windows Phone verliert in Deutschland Anteile

Als Nokia damals von Microsoft gekauft wurde, war ich ziemlich enttäuscht. Ich hatte gehofft, dass der beste Hardwarehersteller eine Allianz mit Android schließt. Während die Marktanteile nun für Windows Phone in Frankreich und Italien weiter aufwärts gehen, hält der Abwärtstrend in Deutschland an. Nokia jedoch scheint sich nun auch auf die gute Seite der Macht zu schlagen, zumindest gibt es Leaks, die darauf hinweisen. Nokia Normandy soll das neue Smartphone mit Android Kitkat sein.

nokia normandy android

 ZTE zeigt Konzept für modulares Smartphone

Ein neues Smartphone Konzept aus dem Hause ZTE bietet die Möglichkeit das eigene Handy nach Gusto aus Modulen selbst zu bauen. Klingt ganz stark nach Phonebloks.

 Jeder will einen R2D2 in der Wohnung

Keecker will genau hier ansetzen. Die futuristische Robo-Entwicklung für das Smarthome ist nicht etwa ein Putz- oder Staubsaug-Roboter. Der kleine R2D2 will vielmehr Entertainment-, Multimedia- und Überwachungs-Freund sein. Das inszeniert wirkende Video gibt einen ersten Eindruck.

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Die Spezifikationen sind noch nicht klar und auch noch nicht veröffentlicht. Ob Keecker tatsächlich die Erwartungen erfüllen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest wird es kein Schnäppchen.

Google erwirbt Smarthome Unternehmen Nest

Für allerhand Aufruhr und konspirativer und verschwörerischer Theorien sorgte die Google Übernahme vom Smarthome Unternehmen Nest. Bei Nest handelt es sich also um ein Unternehmen, das irgendwas mit Smarthome macht. Ganze zwei Produkte, die allerdings durchdacht und ordentlich designed sind, haben sie momentan im Portfolio. So gibt es einmal Nest Protect. Nest Protect warnt vor Rauch und CO, also Kohlenmonoxid. Weiterhin gibt es noch Nest Thermostat. Damit kann man, nachdem man das eigene Thermostat durch Nest ersetzt hat, bequem die Heizung steuern. Beide Produkte lassen sich via mobilem Internet, von überhall her ansprechen.

Einige Menschen sind ob der Tatsache, dass Google nun Nest übernommen hat schier ausgeflippt und haben sich in allerlei Wahnvorstellungen ergossen. Google würde nun vollends in den Privatraum eingreifen und die Gewohnheiten des Nutzers ausspionieren, um diese direkt der NSA zu übermitteln. Ganz ehrlich, denkt doch ersteinmal nach. Wie viele Menschen werden sich so ein Nest tatsächlich leisten können (200 Dollar+), wie viele Menschen haben eine Thermostat gesteuerte Heizung, wo Nest als Ersatz eingesetzt werden kann. Es ist ja nicht so, dass sich jeder mal schnell alle zwei Jahre eine neue Heizung ins Eigenheim bauen lässt. Schön hingegen fand ich den folgenden Tweet:

David Strauss - nest google+

Router-Backdoor: Cisco, Netgear und Linksys versprechen Schutz

Die beiden Router-Anbieter haben die Backdoor-Lücke nun mitlererweile zugegeben und versprechen sie zu schließen. Wie ihr testen könnt, ob ihr betroffen seid, hatte ich hier erwähnt.

Entlaufene Haustiere wiederfinden

Wenn Hund oder Katze entlaufen ist man nicht nur in großer Sorge, schließlich ist das geliebte Tier ja ein vollständiges Familienmitglied. Sicher hat hoffentlich ein jeder sein Tier bei Tasso registriert. Wenn nicht, unbedingt nachholen. Wer weiter gehen will, kann seinem Haustier auch einen alten USB Stick ans Halsband hängen. Auf dem Stick sollte dann zumindest eine Text-Datei enthalten sein, die die Kontaktdaten, den Namen des Tieres, mögliche Allergien und ggf. auch die Telefonnummer des Tierarztes enthalten. Ein zusätzliches Foto des Hundes oder/ und des/der Halter wäre sicher auch nicht falsch.

Alternativ kann man auch den Vierbeiner auch mit Trax per GPS aufspüren, allerdings geht das schon ganz schön ins Geld. Hier muss man zur Zeit mit rund 160€ für Hardware und Tracking rechnen.

Edles Selbstbau-Tablet mit Raspberry Pi

Für die Raspberry Pi Freunde unter uns gibt es eine findige Anleitung, wie man sich aus dem kleinen, günstigen Kleinstrechner ein schmuckes Tablett im Eigenbau zimmern kann. Das ganze wirkt etwas klobig, aber auch wenn es eine tolle Spielerei ist, wirkt das PiPad zusammen mit Headset, Maus und Tastatur doch schon recht anmutig. Wer hier nun seine bastlereischen Fähigkeiten erproben möchte, muss mit etwa 300€ Kosten. rechnen.

Apple zahlt Entschädigung

Der amerikanische iPhone und iPad Hersteller wird mindestens 32,5 Millionen US-Dollar (23,9 Millionen Euro) für unbeaufsichtigte In-App-App-Einkäufe auszahlen. Kinder hatten es allzu einfach über In-App-Käufe in Spiele-Apps Ausgaben zu tätigen, ohne, dass die Eltern davon wussten. Apple hat sich nun entschieden diese Beträge wieder an die Kunden auszuschütten. Fraglich bleibt, ob Apple diese Beträge selbst trägt, oder ob man sich an die Spiele-App-Anbieter hält und von diesen das Geld zurückverlangt.

Auch in unserem Lande wird es oftmals zu einfach gemacht, Umsätze über Apps, Mobile Payment und andere Zahlsysteme zu generieren. Hier wünsche ich mir vor allem von den Drittanbietern, also den eigentlichen Anbieter der Dienste, mehr Fingerspitzengefühl.Nur sauber erwirkte Umsätze, sind gute Umsätze!

Soviel zur vergangenen Woche. Euch einen schönen Rest-Sonntag und eine spannende Woche!

pebble smartwatch steel

Wer nach “mobile payment” googelt, der findet eine Vielzahl Links zu mindestens genauso vielen unterschiedlichen Mobile-Payment-Lösungen. Unter dem Begriff werden alle Systeme subsumiert, die auch nur irgendwie ein Fitzelchen mit Mobilen Endgeräten in Kontakt stehen. Dabei muss es sich jedoch nicht zwingend um ein Mobiltelefon handeln, aber es kann.

Die Firma payworks aus München hat bereits ein Mobiles Zahlsystem entwickelt und erweitert dies nun um einen Showcase mit der Pebble Watch. Die Pebble Smartwatch wurde im April 2012 über das Crowdfunding-Portal Kickstarter.com angekündigt und erfreut sich derzeit wachsender Beliebtheit.

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Auch wenn im Kurzinterview auf mobile Zeitgeist einige Fragen beantwortet werden, so bleiben bei diesem System doch noch einige Fragen offen. Wie kommen die Daten ins Kassensystem, wie sicher sind Kredit- oder Kontodaten in diesem System, was passiert bei Misbrauch, können Beträge von Kunden einfach zurückgebucht werden, was passiert mit den privaten Daten des Kunden, wenn er nie wieder in das Geschäft kommt..? Und viele mehr.

Ich frage mich bei all den neuen mobile Paymentsystem eh immer, welchen Vorteil bietet mir diese im Vergleich zur Zahlung mit der EC-Karte? Ich sehe kaum welche. Hier, in Verbindung mit der Pebble smartwatch liegt der Vorteil in der Hand, bzw. hängt am Arm. Ich muss nicht erst in die Tasche greifen um Karte oder Handy herauszuholen. Aber hier müssen meine Daten durch die Luft gesendet werden und wer garantiert mir, dass die niemand abfangen kann. Bei den Systemen, wie hier per Bluetooth, oder Beacon, NFC, QR-Code, per App oder über ansteckbare Kreditkartenleser spielt eine Menge Technikverliebtheit mit. Bevor sich aus diesen Systemen tragfähige Businessmodelle ergeben, muss noch sehr viel VC-Kapital fließen oder von den Mobilfunknetzbetreibern investiert werden.

 

Integriert Google nun Paypal im Play Store als Zahlmöglichkeit

Mai 15th, 2013 | Posted by Mathias in Android | Apps | Google | mobile payment - (Kommentare deaktiviert)

Wer im Google Play Store für das Android Smartphone Apps käuflich erwerben möchte, der hat nur wenige Möglichkeiten diese zu bezahlen. Google bietet dazu seine Wallet an, in der der Kunde ursprünglich nur Kreditkarten-Daten hinterlegen kann. In Deutschland ist in den Mobilfunknetzen der Telekom, von Vodafone und O2 ebenso möglich über die Mobilfunkrechnung abzurechnen. Diese Option ist allerdings obskurer Weise nicht immer verfügbar. Ursache dafür dürfte der Prozess der Erkennung des Kunden, des Netzes und ob in diesem Netz per Handyrechnung gezahlt werden kann sein. Die Mobilfunker identifizieren den Kunden immer über die MSISDN, Google kann bei Aufruf des Playstore die MSISDN aber aktuell nicht direkt auslesen. Zwischen Netz und Play Store muß also ein Erkennungsprozess laufen, der das Gerät mit der MSISDN abgleicht. Wenn da etwas hakt oder zu lange dauert, kann der Kunde nur über Kreditkarte zahlen.

PayPal Launches Android SDK for DevelopersNun hat Paypal jedoch angekündigt eine Android SDK für Paypal zu veröffentlichen, dass es Entwicklern ermöglicht, In-App-Käufe über Paypal selbst abzuwickeln. Dadurch werden gleich einige Dinge Möglich. Zum einen können App-Entwickler auf diese Weise zunächst eine Testversion anbieten. Ist der Kunde zufrieden und will die Vollversion kaufen, kann er einfach per In-App-Payment nachkaufen. Ebenso kann der App-Entwickler, beispielsweise bei Spielen, wenn diese kostenlos sind über In-App-Purchases, Coins, Goodies oder sonst etwas auch später noch über Paypal monetarisieren.

Für den Kunden bedeutet dies, statt Hinterlegung der Kreditkarte, muss der Paypal Account hinterlegt sein. Auch dies mag Kunden noch immer abschrecken. Entweder hat man keinen Paypal Account, oder man will diesen schlicht nicht hinterlegen. Wesentlich einfacher ist es zudem über die Mobilfunkabrechnung abzurechnen. Man hat keine gesonderten Daten zu hinterlegen, die Zahlungsabwicklung ist schnell und einfach, die Gebühren und Beträge werden einfach mit der Handyrechnung eingezogen.

Selbstverständlich klappt die Monetarisierung von Apps auch heute schon im Google Play Store, aber eben nur über Kreditkarte und Mobile Payment. Weiteres Manko: Google lässt in seinen Vereinbarungen für den Entwicklervertrieb nur Zahlmöglichkeiten zu, die von Google bereitgestellt werden. Unter 3.3 heißt es:

Sämtliche Vergütungen, die Entwickler für die Produkte einnehmen, die über Android Market vertrieben werden, müssen über den/die Zahlungsabwickler von Android Market abgewickelt werden.

Stichwort “Zahlungsabwickler” – aktuell haben wir nur Kreditkarte, Mobile Payment (in einigen Ländern) und die genannten Gutscheinkarten, die es bei uns nicht zu kaufen gibt. Für Entwickler, die auf Paypal setzen, bedeutet dies, sie können somit ihre Apps nur über alternative App-Stores, aber nicht über den Google Play Store vermarkten.

Aber halt, ist das wirklich so? Vor gar nicht allzu langer Zeit hat man bereits im Quellcode der Play-Store App Hinweise auf Paypal gefunden. Zählt man nun eins und eins zusammen, dürfte man schnell darauf kommen, dass Google Paypal als Zahlungsabwickler aufnimmt und so den Entwicklern für Ihre Apps nun auch Paypal zur Verfügung gestellt werden wird. Paypal würde wohl kaum eine umfangreiche SDK zur Verfügung stellen, wenn die Hürde der Google Entwicklervereinbarungen zum Vertrieb von Apps nicht schon längst genommen worden wäre und mit Google eine Zusammenarbeit vereinbart wurde.

Heute beginnt die Google I/O Entwicklerkonferenz. Zum Thema Payment und Wallet gibt es eine eigene Session:
What’s New with Mobile Payments on Android. In gut 12 Stunden sollten wir mehr wissen. Mal schauen, ob ich richtig liege.

Was haltet ihr von einer Integration Paypals in den Playstore? Wäre das eine Alternative für Euch? Oder zahlt ihr lieber mit Gutscheinkarten oder Mobile Payment? Was sagen die Entwickler? Haben Entwickler Angst vor Paypals Gebühren?

Infografik: 6 Vorteile beim Einsatz von Mobile Payment

Januar 3rd, 2013 | Posted by Mathias in mobile payment | Mobilfunk | NFC | Sicherheit - (Kommentare deaktiviert)

Auf der Seite e-CreditCardProcessing.com findet sich eine neue Infografik, welche die Vorteile beim Einsatz von Mobile Payment darstellt. Diese sind kurz zusammengefasst:

  1. Sicherheit bei Nutzung eines Providers mit guter Reputation
  2. Erhöhung des Kundenstamms
  3. Niedrige Transaktionskosten
  4. Höhere Zahlungsbereitschaft
  5. Ortsunabhängigkeit
  6. Fast keine Set-Up Kosten

Für eine Große Darstellung bitte auf die Grafik klicken.

Infografik Vorteile bei Nutzung von mobilePayment

Dies sind in der Tat genau die Vorteile, die wir heute schon bei einigen Diensten, die sich im Mobile Payment tummeln sehen können. Sei es Square, SumUp und wie all Anbieter heißen, die mit kleinen Adaptern am Smartphone Kartenzahlungen ermöglichen. Ich glaube aber, dass diese Anbieter nur eine begrenzte Daseinsberechtigung haben werden. Im Laufe der Zeit werden Payments direkt auf dem Smartphone ausgeführt, ob nun in einer Wallet per NFC, oder direkt innerhalb von Apps.

Technik kann unser Leben so schön vereinfachen. Ja gut, es gibt auch Probleme, die man ohne Technik nicht hätte (Updates, Abstürze, Bluescreens, Drucker druckt nicht…), aber jeder Technikverliebte löst ja auch gerne mal Probleme.

Wie man sein Leben mit der Nutzung eines NFC Smartphones vereinafachen kann zeigt das folgende Video sehr ansehnlich. Es vergelicht das Leben einer jungen Dame im Business-Outfit mit dem eines scheinbar ewig gestressten Jungmanagers, der es scheinbar wirklich nicht leicht hat:

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Was im Video noch fehlt, wäre die Darstellung eines schönen Bezahlvorganges an der Tanke, Restaurant oder im Kiosk.

Wer jetzt direkt sein Leben vereinfachen möchte der schaut am besten mal wo man  NFC-Tags und NFC-Handys bekommt.