Wer im Google Play Store für das Android Smartphone Apps käuflich erwerben möchte, der hat nur wenige Möglichkeiten diese zu bezahlen. Google bietet dazu seine Wallet an, in der der Kunde ursprünglich nur Kreditkarten-Daten hinterlegen kann. In Deutschland ist in den Mobilfunknetzen der Telekom, von Vodafone und O2 ebenso möglich über die Mobilfunkrechnung abzurechnen. Diese Option ist allerdings obskurer Weise nicht immer verfügbar. Ursache dafür dürfte der Prozess der Erkennung des Kunden, des Netzes und ob in diesem Netz per Handyrechnung gezahlt werden kann sein. Die Mobilfunker identifizieren den Kunden immer über die MSISDN, Google kann bei Aufruf des Playstore die MSISDN aber aktuell nicht direkt auslesen. Zwischen Netz und Play Store muß also ein Erkennungsprozess laufen, der das Gerät mit der MSISDN abgleicht. Wenn da etwas hakt oder zu lange dauert, kann der Kunde nur über Kreditkarte zahlen.

PayPal Launches Android SDK for DevelopersNun hat Paypal jedoch angekündigt eine Android SDK für Paypal zu veröffentlichen, dass es Entwicklern ermöglicht, In-App-Käufe über Paypal selbst abzuwickeln. Dadurch werden gleich einige Dinge Möglich. Zum einen können App-Entwickler auf diese Weise zunächst eine Testversion anbieten. Ist der Kunde zufrieden und will die Vollversion kaufen, kann er einfach per In-App-Payment nachkaufen. Ebenso kann der App-Entwickler, beispielsweise bei Spielen, wenn diese kostenlos sind über In-App-Purchases, Coins, Goodies oder sonst etwas auch später noch über Paypal monetarisieren.

Für den Kunden bedeutet dies, statt Hinterlegung der Kreditkarte, muss der Paypal Account hinterlegt sein. Auch dies mag Kunden noch immer abschrecken. Entweder hat man keinen Paypal Account, oder man will diesen schlicht nicht hinterlegen. Wesentlich einfacher ist es zudem über die Mobilfunkabrechnung abzurechnen. Man hat keine gesonderten Daten zu hinterlegen, die Zahlungsabwicklung ist schnell und einfach, die Gebühren und Beträge werden einfach mit der Handyrechnung eingezogen.

Selbstverständlich klappt die Monetarisierung von Apps auch heute schon im Google Play Store, aber eben nur über Kreditkarte und Mobile Payment. Weiteres Manko: Google lässt in seinen Vereinbarungen für den Entwicklervertrieb nur Zahlmöglichkeiten zu, die von Google bereitgestellt werden. Unter 3.3 heißt es:

Sämtliche Vergütungen, die Entwickler für die Produkte einnehmen, die über Android Market vertrieben werden, müssen über den/die Zahlungsabwickler von Android Market abgewickelt werden.

Stichwort “Zahlungsabwickler” – aktuell haben wir nur Kreditkarte, Mobile Payment (in einigen Ländern) und die genannten Gutscheinkarten, die es bei uns nicht zu kaufen gibt. Für Entwickler, die auf Paypal setzen, bedeutet dies, sie können somit ihre Apps nur über alternative App-Stores, aber nicht über den Google Play Store vermarkten.

Aber halt, ist das wirklich so? Vor gar nicht allzu langer Zeit hat man bereits im Quellcode der Play-Store App Hinweise auf Paypal gefunden. Zählt man nun eins und eins zusammen, dürfte man schnell darauf kommen, dass Google Paypal als Zahlungsabwickler aufnimmt und so den Entwicklern für Ihre Apps nun auch Paypal zur Verfügung gestellt werden wird. Paypal würde wohl kaum eine umfangreiche SDK zur Verfügung stellen, wenn die Hürde der Google Entwicklervereinbarungen zum Vertrieb von Apps nicht schon längst genommen worden wäre und mit Google eine Zusammenarbeit vereinbart wurde.

Heute beginnt die Google I/O Entwicklerkonferenz. Zum Thema Payment und Wallet gibt es eine eigene Session:
What’s New with Mobile Payments on Android. In gut 12 Stunden sollten wir mehr wissen. Mal schauen, ob ich richtig liege.

Was haltet ihr von einer Integration Paypals in den Playstore? Wäre das eine Alternative für Euch? Oder zahlt ihr lieber mit Gutscheinkarten oder Mobile Payment? Was sagen die Entwickler? Haben Entwickler Angst vor Paypals Gebühren?

Infografik: 6 Vorteile beim Einsatz von Mobile Payment

Januar 3rd, 2013 | Posted by Mathias in mobile payment | Mobilfunk | NFC | Sicherheit - (Kommentare deaktiviert)

Auf der Seite e-CreditCardProcessing.com findet sich eine neue Infografik, welche die Vorteile beim Einsatz von Mobile Payment darstellt. Diese sind kurz zusammengefasst:

  1. Sicherheit bei Nutzung eines Providers mit guter Reputation
  2. Erhöhung des Kundenstamms
  3. Niedrige Transaktionskosten
  4. Höhere Zahlungsbereitschaft
  5. Ortsunabhängigkeit
  6. Fast keine Set-Up Kosten

Für eine Große Darstellung bitte auf die Grafik klicken.

Infografik Vorteile bei Nutzung von mobilePayment

Dies sind in der Tat genau die Vorteile, die wir heute schon bei einigen Diensten, die sich im Mobile Payment tummeln sehen können. Sei es Square, SumUp und wie all Anbieter heißen, die mit kleinen Adaptern am Smartphone Kartenzahlungen ermöglichen. Ich glaube aber, dass diese Anbieter nur eine begrenzte Daseinsberechtigung haben werden. Im Laufe der Zeit werden Payments direkt auf dem Smartphone ausgeführt, ob nun in einer Wallet per NFC, oder direkt innerhalb von Apps.

Technik kann unser Leben so schön vereinfachen. Ja gut, es gibt auch Probleme, die man ohne Technik nicht hätte (Updates, Abstürze, Bluescreens, Drucker druckt nicht…), aber jeder Technikverliebte löst ja auch gerne mal Probleme.

Wie man sein Leben mit der Nutzung eines NFC Smartphones vereinafachen kann zeigt das folgende Video sehr ansehnlich. Es vergelicht das Leben einer jungen Dame im Business-Outfit mit dem eines scheinbar ewig gestressten Jungmanagers, der es scheinbar wirklich nicht leicht hat:

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Was im Video noch fehlt, wäre die Darstellung eines schönen Bezahlvorganges an der Tanke, Restaurant oder im Kiosk.

Wer jetzt direkt sein Leben vereinfachen möchte der schaut am besten mal wo man  NFC-Tags und NFC-Handys bekommt.

Per NFC Tag einfach Zugang zum privaten WLAN gewähren

November 18th, 2012 | Posted by Mathias in Android | Handy | Internet | mobile payment | mobile Tagging | NFC | Sicherheit | Tipps | WLAN - (Kommentare deaktiviert)

Neulich schrieb ich vom Einstieg in die NFC Welt und gab Tipps, wo man ein NFC Starter-Kit mit einigen Tags her bekommt, wie man diese beschreiben kann und welche Möglichkeiten man mit NFC noch so hat.

Near Field Communication (zu Deutsch in etwa Nahfeld-Kommunikation) wurde entwickelt, um einen schnellen und unkomplizierten Weg zum Datenaustausch auf kurze Distanz zu haben. Ziel dabei war, einen international etablierter Übertragungsstandard, bei dem Daten kontaktlos über maximal bis zu 4cm übermittelt werden können. Die NFC Technologie ist nah verwandt mit der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), die z.B. von „gechipten“ Hunden und Katzen oder der Kantinen- und Zutrittskarte bekannt ist.

NFC kann also eine ganze Menge. Aktuell, wie bereits neulich erwähnt, ist NFC immer wieder im Gespräch bei mobilen Bezahlverfahren über Smartphones. Hier wird neben dem aktivem NFC Chip im Gerät, eine Software Wallet (ein digitales Portemonnaie)  auf dem Smartphone genutzt, um Geldtransaktionen im stationären Handel zu ermöglichen und so noch einfacheres Bezahlen, ohne Karten und Bargeld nutzbar machen. Die nötige Sicherheit soll nach dem Willen der Netzbetreiber ein auf der SIM-Karte hinterlegtes Secure-Element bieten. Wir werden sehen, ob wir in wenigen Jahren tatsächlich so einkaufen.

WLAN einfach freigeben per NFC

Im privaten Umfeld kann NFC aber auch so einiges. So können Android-Nutzer mit dem NFC Smartphone und der App InstaWifi auf sehr einfache Weise Zugang zum eigenen WLAN gewähren, wenn der Besuch eben auch ein NFC-fähiges Smartphone hat.

Schwierig ist ja meist nicht das herstellen der WLAN-Verbindung, sondern die Eingabe des hoffentlich sicher erstellten WLAN-Passwortes. Dies ist das Pfund der NFC-Technik. Mit InstaWifi kann man einen NFC-Tag komplett mit allen Daten des WLANs inklusive aller Zugangsdaten beschreiben. Der Besucher kann mit seinem Smartphone den Tag einlesen und das Gerät baut direkt ohne weitere Eingaben die Verbindung zum  Internet auf. Schon ist man drin!

Das Video zur InstaWifi App zeigt noch einmal anschaulich die einzelnen Schritte.

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Im Video ist noch ein zweites Feature der App zu sehen. Analog zur Weitergabe der WLAN Daten per NFC, ist es hier auch möglich das ganze auch per QR-Code zu erledigen. NFC ist eben nur ein Weg, der zum Ziel führt. Meiner Meinung nach aber auch der galantere Weg. Wer also bei mir mit einem NFC-Smartphone aufschlägt, darf gern ins Netz ;-)

 

NFC basiertes Mobiles-Bezahlen ist seit Monaten in aller Munde. Es soll das Bezahlen am Point-Of-Sale revolutionieren und zudem Heilsbringer der Netzbetreiber sein, die so ein Stück vom Kuchen der Geldtransfers abbekommen. Doch NFC kann noch so einiges mehr, als lediglich als Übertragungstechnik im Payment zu agieren. Mit NFC ist es auch im privaten Umfeld möglich, Aufgaben zu steuern und sich so das Leben ein wenig leichter zu machen.

Um NFC einmal ausgiebiger zu testen, habe ich mir zu Meinem Samsung Galaxy SIII ein NFC Starter-Kit geordert. Das Kit

besteht aus 12 NFC Tags, genauer gesagt 10 Aufkleber und 2 Schlüsselanhänger. Je 5 Aufkleber und die beiden Schlüsselanhänger haben eine Speichergröße von 1024Byte, die übrigen 5 haben eine Größe von 164Byte. Die unterschiedlichen Speichergrößen werden später noch interessant.

Apple hat ja leider im iPhone5 kein NFC eingebaut. Leider muss man sagen, denn ich glaube Apple hätte mit dem Einbau, der Technik einen Push verschafft. Schade. So konzentrieren wir uns also auf Android.

Neben den Tags, wie man die Aufkleber/Chips nennt und dem NFC-fähigen Smartphone, benötigt man noch eine App zum “programmieren” der Tags.  Hier finden sich im Google Play-Store bereits einige spannende Apps, die entweder ganz allgemein eine größere Bandbreite von Möglichkeiten abdecken, oder aber auch nur auf einen speziellen Anwendungsfall hin ausgerichtet sind.

NFC Task-Launcher

Als erstes möchte ich hier die App NFC Task-Launcher ins Feld führen. Diese App bringt bereits eine große Auswahl an Möglichkeiten zur Programmierung der Tags mit. Die Anwendung ist simpel, achten muss man nur darauf, dass man für jeden Anwendungsfall den richtigen Tag nimmt. Wenn man per NFC-Switch lediglich WLAN ein- oder ausschalten will, reicht ein Tag mit geringer Speichergröße. Will man hingegen mehrere Aufgaben nacheinander über einen NFC-Tag im Batch-Verfahren steuern, benötigt ggf. man einen größeren Tag, mit mehr Speicher. Dies gilt auch, wenn man im NFC-Tag seine Visitenkarte ablegen möchte, hier kommt einiges an Bytes zusammen.

Im folgenden Video, sieht man den Task-Launcher in Aktion. Hier bekommt man auch schon ein paar Ideen, was man denn nun so mit NFC steuern kann.

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Hier wird nun auch der Vorteil der NFC-Technik klar. Statt jede Funktion einzeln manuell af dem Handy anzuwählen, hält man einfach das Smartphone über den Tag und in sekundeschnelle sind alle Tasks/Aufgaben ausgeführt. Das spart natürlich einiges an Zeit, gerade bei regelmäßig wiederkehrenden Aktionen.

So habe ich zum Beispiel einen Tag am Arbeitsplatz, der WLAN aktiviert und mit dem Firmennetz verbindet, der das Handy in den Lautlos-Modus switched, die App Nightclock startet und dann den Screen ein wenig abdunkelt. Müsste ich das jeden Morgen im Büro manuell so einstellen, würde es alsbald nerven, oder ich würde es komplett lassen, bzw. vergessen.

Viel Spaß beim Herumprobieren! ordert euch ein paar Tags, es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Größen und Formen an NFC-Tags und -Sets zu unterschiedlichen Preisen. Der Einstieg ist, sofern ein NFC-Smartphone verfügbar ist, recht erschwinglich.

Weiter NFC Infos und Tipps folgen ;-) Das Thema ist spannend!