Die Sperre der Domain wikipedia.de, die durch eine einstweilige Verfügung durch den Politiker Kutz Heilmann (Die LINKE) vor dem Wochenende erwirkt wurde, scheint nunmehr hinfällig.

Nach heftigen Protesten wegen der Sperrung der Webseite wikipedia.de tritt der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann den Rückzug an: Am heutigen Sonntag erklärte der Politiker, er werde keine rechtlichen Schritte mehr gegen Wikipedia unternehmen. Ganz ausgestanden ist der Rechtsstreit damit allerdings noch nicht.

Heilmann hatte eine Einstweilige Verfügung gegen den Verein Wikimedia Deutschland erwirkt, weil in einem Artikel über ihn falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet wurden. “Nachdem die falschen, ehrabschneidenden und deshalb mein Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalte weitgehend aus dem entsprechenden Artikel entfernt wurden, habe ich gegenüber dem Wikimedia e.V. erklärt, dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann.”, erklärt der Abgeordnete. “Der juristische Weg hat sich dafür insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden. Das war nicht meine Absicht.” Gegen einzelne Personen will der Abgeordnete aber weiter vorgehen.

Durch diese Aktion wird einiges klar:

  • Niemand ist vor einstweiligen Verfügungen sicher
  • auch wenn sie noch so unsinnig sind
  • Richter und Gerichte müssen sich deutlich mehr über die “neuen Medien” informieren
  • die Vernetzung der Nutzer im Web ist stark
  • und wirkungsvoll

via Heise

Das Twitter Buch ist fertig

November 15th, 2008 | Posted by Mathias in einfach so - (4 Comments)
Twitter - mit 140 Zeichen zum Web2.0

Twitter - mit 140 Zeichen zum Web2.0

Nicole Simon hat es zusammen mit ihrem Co-Autor Nikolaus Bernhardt geschafft. Das Buch “Twitter – mit 140 Zeichen zum Web2.0″ ist fertig gestellt und erscheint am 15 Dezember.

Im Artikel zur Fertigstellung des Buches schreibt Nicole, dass es nicht einfach ist ein (erstes) Buch zu schreiben und man es gar nicht erwarten kann, bis es endlich erscheint. Sie vergleicht dies, mit der Schwangerschaft der Frau und der Geburt eines Kindes:

I talked to some other authors and we all agreed that writing a book is like being pregnant. You start to understand pregnant women who say “I just want it out. Pop. Now. Please?!”

Sehr amüsant, das so zu beschreiben, aber auch verständlich. Man fühlt sich wie ein Kind, das auf Weihnachten wartet. In diesem Fall ist aber auch die Frage von Interesse, wie das Buch einschlägt.

Ich wünsche den beiden Autoren dafür viel Glück. Auf jeden Fall steht es schon auf meiner Wunschliste und ich kann es kaum erwarten zu lesen, was NIcole und Nikolaus zum Microblogging-Platzhirsch Twitter geschrieben haben.

via: Cruel-to-be-Kind, Nicole Simon

Das Bildcover wurde der Web-Seite zum Buch Mit140Zeichen.de entnommen.

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Linke Politiker lässt wikipedia.de sperren

Linke Politiker lässt wikipedia.de sperren

Warum die Wikipedia.de Seite gesperrt worden ist, wissen wir nun. Ob dadurch das Ziel des Verursachers erreicht wurde? Die Antwort auf diese Frage kann man hier bei Rivva nachlesen.

Jeder mag sich dazu nun seine eigene Meinung bilden. Meiner Meinung nach hat der Verursacher nicht über das Prinzip Ursache-Wirkung nachgedacht. Denn durch die völlig unsinnige Sperre der Wikipedia.de, die nur zur Weiterleitung auf de.wikipedia.org dient, wurde nicht erreicht, dass die Informationen des Herren MdB Heilmann dadurch nicht mehr auffindbar sind. Zudem födert die prominente Darstellung der Sperrung die Wikipedia-Nutzer gerade zu heraus in der Wikipedia nach dem Herren zu suchen und sich ein Bild zu machen. Letztlich ist nun die gesamte deutsche Internetgemeinde explizit darazuf aufmerksam geworden, was Herr Heilmann eigentlichwohl verbergen möchte.

Viel schlimmer jedoch ist in meinen Augen, dass ein Gericht sich zu so einem widersinningen Urteil hinreißen lässt.

via: RA-Blog, Blogschrott, heise.de, Golem

Twitter Tools Collection

November 15th, 2008 | Posted by Mathias in Blogging | Computer | Microblogging | Twitter | Web2.0 - (1 Comments)
Treibt Twitter die mobile Datennutzung an?

Twitter Tools Collection

Twitter-Nutzer stolpern immer wieder über neue Twitter-Tools. Dies vor allem dann, wenn sie sich intensiv mit Twitter beschäftigen und den Dienst täglich und intensiv nutzen. Twitter ist ein MicroBloggingSystem. Es ist zwar der Platzhirsch in der Microblogging-Welt, es schadet aber auch nicht einmal nach links oder rechts zu schauen. Dies hat sich Cem Basman auf die Fahne geschrieben und er wird federführend im Januar 2009 ein Microblogging-Event in Hamburg starten.

Cem hat sich zudem nun aber die Mühe gemacht eine Liste von Twitter-Tools zu sammeln und diese auf mbc09 bereit zu stellen. Ich werde mir, auch wenn ich schon einen Großteil der Tools kenne, die Liste noch einmal zu gemühte führen. Da sind mit Sicherheit noch ein paar Perlen dabei.

Ein kleiner Bruder zum Nokia E71: das E63

Ein kleiner Bruder zum Nokia E71: das E63 Bildquelle: Nokia

Nokia bringt eine abgespeckte Version des Nokia E71 auf den Markt. Das E63 hat weder HSDPA, noch GPS. Statt einer 3,2 Megapixel Kamera mit Autofocus wurde eine 2 Megapixel Kamera ohne Autofocus verbaut. Statt edlem Metall-Gehäuse muß der künftige E63 Nutzer mit einer Kunstoffhülle auskommen.

Die wesentlichen Business-Feature sind jedoch erhalten geblieben. So kann das E63 ebenfalls mit “Mail for Exchange” aufwarten und hat, soweit ich das in den Angaben entdecken konnte die selben PIM-Funktionen. da der Preis bei nur 240€ liegt, kann man an sich nur zum Zugreifen raten, sofern das Handy ordentlich verarbeitet ist.

Als zufriedener Nutzer eines Nokia E71kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass man zur Nutzung der Business-Funktionen den UMTS-Beschleuniger HSDPA nicht unbedingt benötigt. Will man das Handy jedoch auch ab und an als UMTS-Modem benutzen oder ist gar darauf angewiesen, dann sollte man doch eher zum E71 greifen. Bedauerlich finde ich, dass der GPS-Chip weggelassen wurde, denn auf eine Navigationslösung auf dem Handy möchte ich auch nicht mehr verzichten müssen. Hier hilft aber sicher der Kauf eines optionalen GPS-Empfängers mit Bluetooth.

Als großen Vorteil beim E71 empfinde ich, dass es sehr flach und handlich ist und dennoch mit einer vollständigen QWERTZ-Tastatur glänzt. Das E63 bietet ob der gleichen Abmessungen diesen Vorteil nun ebenfalls. So kann man den kleinen Funker auch ohne weiteres in der Hosen- oder Hemd-Tasche tragen, ohne dass er aufträgt oder stört. Wenn ich das E71 und das E63 jedoch direkt vergleiche fällt auf, dass das Tastaurlayout angepasst wurde. Beim E71 habe ich mich inzwischen an die Tastatur gewöhnt und finde sowohl die Umschalt- als auch die STRG-/ALT-Taste recht schnell. Beim kleinen E63 liegen gerade diese Tasten und das “@” auf anderen Tasten. Da man aber wohl kaum vom E71 zum E63 “downgradet” dürfte der Käufer eines E63 keine Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung haben.

Alles in Allem scheint die abgespeckte Neuauflage des Nokia E71trotz der fehlenden Feature eine Runde Sache zu sein, bei der vor allem der günstige Preis für sicht spricht. Schließlich bekommt man dennoch alle wichtigen Businessfunktionen mit dem günstigen E63 gelifert.

via: Golem.de