Nun, da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Wenn es “nur” um Viren geht, dann braucht man wohl heute noch nicht unbedingt einen Virenscanner für das Handy. Zumindest dann nicht, wenn man nur Apps aus dem jeweils offiziellen App-Store oder Market installiert und im Fall von Android mit dem nötigen Grips auf die Rechtefreigaben, die von Apps gefordert werden achtet. Dies gilt meines Erachtens auch aktuell noch, obwohl Teltarif gerade berichtete, dass es bei Handyviren einen Anstieg um 155% von 2010 auf 2011 gab. Es sollen 28.500 aktive Viren sein. Ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man dies mit PC-Viren vegleicht. Die Sorge ist jedoch berechtigt, vor allem dann, wenn man viel herum experimentiert, ein gerootete Handy nutzt, Apps aus fremden, nicht offiziellen Quellen installiert und bei den Rechtefreigaben auch mal ein Auge zudrückt. Ihr wißt schon, wer sich in Gefahr begibt…

Warum sollte man aber vielleicht mal überlegen eine komplette Security-Suite zu nutzen? Dafür gibt es einige Gründe. Diese Apps sind wesentlich umfangreicher, als einfache Virenscanner. Es gibt zusätzlich zum Scanner, Backup-Lösungen, die Bilder, Dateien etc. in der Cloud sichern (meist gegen zusätzliche Gebühr), die das Handy “wipen” – also Löschen –  wenn man einen Befehl z.B. per SMS an das gestohlene Handy sendet, oder es auf die Entfernung sperrt. Zudem haben die meisten Lösungen auch einen Dienst mit an Board, der das Handy orten kann, sofern es eingeschaltet ist, Netzempfang hat und per GPS seine Position übermitteln kann.

Gerade der Ortungsdienst ist interessant, wenn man sich die folgende Infografik ansieht. Es gehen offensichtlich sehr, sehr viele Handys einfach so verloren. Vor einiger Zeit hatte ich hier auch schon mal zu Plan B für Android etwas geschrieben. Plan B ist eine kostenlose App, die ausschließlich auf die Ortung des Handys ausgelegt ist. Sie kommt aus dem Hause Lookout, wo auch eine komplett kostenlose Securityapp entwickelt wurde. Meines Wissens sind beide auch als iPhone-App verfügbar. Wer eine Profilösung möchte, sollte sich mal die von Symantec anschauen.

Die Welt der verlorenen Smartphones

via: The World of Lost Smartphones 

Dropbox: ohne Ende mobil nutzbarer Cloud-Speicher

Oktober 12th, 2010 | Posted by Mathias in Android | Apps | Cloud-Computing | mobile internet - (Kommentare deaktiviert)

Nicht ganz ohne Ende, aber doch ziemlich viel.

Dropbox bietet dem Nutzer zunächst in der kostenlosen Version maximal 2GB Cloud-Storage. Diesen Speicherplatz kann man nun von überall her nutzen. Entweder geschieht dies über den Zugriff via Browser oder aber über einen PC-Client. Der PC-Client hat den großen Vorteil, dass er einmal auf dem Rechner installiert im Hintergrund die Daten mit dem Cloud-Storage synchronisiert. Somit sind die Daten im Ordner Lokal zur Nutzung verfügbar, aber auch von überall sonst, wo der PC-Client installiert ist. So kann man z.B. Daten am Arbeitsplatz in die Dropbox schieben und zu Hause weiter bearbeiten. das kann schon einmal durchaus nützlich sein. ein weiteres Feature ist, dass ich einzelne Unterordner in der Dropbox mit Freunden”sharen” kann. Soweit so gut.

Über einen ähnlichen Dienst habe ich hier einmal vor langer Zeit berichtet: Zumodrive. Dropbox bietet mir jedoch zunächst einmal mehr kostenlosen Speicher und zudem kann dieser über eine mobile App, verfügbar für Android und iOS auch auf dem Handy genutzt werden. So hat man z.B. immer das Fotoalbum dabei, obwohl es nicht auf dem Handy direkt gespeichert ist.

Nun sind 2GB Speicher, die auch mobile zur Verfügung stehen und mit anderen geshared werden können schon einmal ganz gut. Dropbox bietet jedoch ein Werbeprogramm an, mit dem man den Speicher nach und nach erweitern kann. Kostenlos. Je erfolgreich geworbenen Nutzer über den eigenen Werbelink bekommt man 250MB zusätzlichen Speicherplatz, sofern der Nutzer sich angemeldet hat und sowohl auf zwei PCs den Client installiert hat.

Dieses Werbeprogramm wurde nun erweitert und so können vor allem Studenten ihren Cloud-Speicher bis auf 18GB hoch arbeiten. Da es jedoch für alles immer einen besonderen Kniff gibt, kommen nun auch alle anderen Dropbox-Nutzer in den Genuss ihren geworbenen Speicher zu verdoppeln. Der Kniff dabei ist, das Programm  für Studenten, bei dem man eine Mail-Adresse einer Uni benötigt durch Nutzung einer Freemail-Adresse zu umgehen.

Dropbox hilft mir bei der täglichen Arbeit ungemein. Vor allem, da die Daten mobil verfügbar sind. Wer noch nicht bei  Dropbox nutzt, oder wer noch nicht weiß, welche APP unbedingt noch auf dem iPhone oder Android Handy fehlt, der darf sich gern über diesen Link anmelden.

Vielen Dank an Caschy, der darüber geblogt hat.

Nokia Ovi Store: Chancen und Möglichkeiten

Juni 30th, 2010 | Posted by Mathias in Apps | Mobilfunk - (Kommentare deaktiviert)

Nokia hat gegenüber Apple vor allem in zwei Bereichen aufzuholen:

  • stylische, attraktive und einfach zu bedienende Hardware inkl Touch-Screens
  • im Bereich der Zusatz-Applkationen

Beides haben sie natürlich längst in Angriff genommen und sowohl das N8 als auch das gerüchteweise demnächst erscheinende N9 zeigen deutlich, dass Nokia auf Augenhöhe gelangt.

Interessant sind die Bestrebungen bei der Umsetzung und dem Ausbau des OVI-Stores. Nokia zeigt hier im Entwicklerprogramm welche Möglichkkeiten und welche Reichweite App-Entwickler haben, wenn sie auch auf Nokia Apps setzen. Aus dem Entwicklerprogramm stammt auch die folgende Präsentation dazu:

Nokias weltweite Reichweite ist nach wie vor überragend. Für App-Entwickler dürfte somit die logische Schlußfolgerung sein, auch auf OVI zu setzen.

Zusatätzliche Apps auf dem Handy sind das Thema schlechthin. Wie im Artikel App-Entwicklung für Android & iPhone erwähnt, braucht es besonderer Strategien bei der App-Entwicklung, um die eigenen Zielgruppe zu ereichen, wenn man Mehwert generieren möchte. Es gibt aber auch Applikationen, die in eine ganz andere Richtung schlagen und jedem Handy-Nutzer einen echten Mehrwert bieten.

Last Chance Lite

So gehört auch Last Chance Lite in die Gruppe der Apps, die für jeden eine echte große Hilfe darstellen. Last Chance Lite funkt nach Hause. Bei erreichen eines vorher festgelegten Rest-Akku-Standes sendet das Handy per SMS die letzte Bekannte Position des Gerätes, in dem es vorher die Position per GPS ausgelesen hat. Vorraussetzung ist natürlich das richtige Betriebssystem und ein an Bord des Handys befindlicher GPS-Chip.

Ähnliche Dienste kennt man bereits. So hat meines Wissens Apple eine ähnliche Möglichkeit über MobileMe geschaffen. Hierüber kann das Handy bei Verlust auch gegen den Zugriff eines Dritten gesperrt und ggf. komplett gelöscht/zurückgesetzt werden. Dies ist dann  besonders hilfreich, wenn sensible Daten auf dem Handy lagern.

Leider kann ich Last Chance Lite noch nicht testen, da das Nokia E72 nicht unterstützt wird. Sicherlich nur noch eine Frage der Zeit.

So kleine Applikationen sind, wie bereits gesagt für den Nutzer oftmals eine Riesen-Hilfe, gerade in einer Notsituation. Wünschen würde ich mir eine solche Saftey-Applikation fest integreiert im Betriebssystem des Handys mit mindestens den folgende Optionen:

  • Tracking der restlichen Batterielaufzeit
  • Auslesen der Position per GPS
  • Senden einer regelmäßigen Ping-SMS mit dem derzeitigen Aufenthaltsortes des Handys
    • datenrechtlich ggf. kritisch
  • Bei Erreichen eines festgelegten Batteriestandes, senden einer SMS mit der aktuellen Position
  • Reaktion auf eine eingehende SMS -> Zurücksetzen des Handys, damit Löschen aller Daten
  • Beim Zurücksetzen sollte die App im System des Handys verankert bleiben, um regelmäßige Pings zu senden

Somit wäre das Handy auch bei Verlust oder Diebstahl immer noch auffindbar und niemand würde an sensible Daten herankommen.

Kennt jemand ähnliche Dienste / Applikationen? Gemeint sind auch Dienste auf anderen Handy-Betriebssystemen.

Bereits im März konnte ich an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel an einer Veranstaltung zum Thema “App-Entwicklung für IPhone & Android in der Praxis: Business-Strategien, Markt-Trends und Technik”  teilnehmen.

Stephan Randler, Fachjournalist für E-Commerce und Online-Marketing aus München gab dabei einen sehr guten Überblick über den App-Markt, Trends und Business-Strategien.

In seinem Referat stellte er natürlich die zwei derzeit am meisten konkurrierenden App-Stores dar. Die Zahlen dazu dürften inzwischen etwas übeholt sein, aber sie geben auch jetzt noch einen guten Anhaltspunkt. Nicht enthalten waren in der Darstellung leider Angaben zu den übrigen App-Stores. Der ein oder andere mag sich nun fragen, wo es denn noch andere Stores gibt, aber es gibt sie.

Zum einen haben wir natürlich den OVI-Store aus dem Hause Nokia, nicht zu vergessen PlayNow aus dem Hause SonyEricsson, der RIM-Store “Blackberry App World”, der Windows- Mobile-Store “Appworld”, sowie ein Samsung Appstore. Auch andere wollen, wie man hört noch eigene App-Stores launchen. Nokia soll an einem Maemo-Store arbeiten, Palmhat ein Angebot und der Netzbetreiber Vodafone setzt auf seine Plattform “360″, die eine eigene kleine Widget-World darstellt.

In der nun folgenden Slide-Share Präsentation finden sich zudem einige Ansätze zur richtigen Strategie bei der Entwicklung einer Applikation für die neue bunte Smartphonewelt.

View more presentations from Stephan Raimer.

Allerdings möchte ich eines hinzufügen: Als App-Entwickler bzw. als Unternehmen, das eine Applikation für seine Kunden entwickeln lassen möchte, sollte man nicht blind auf einen der derzeit hippen App-Stores setzen. Vielmehr sollte man sich zunächst ein mal die aktuelle Marktsituation im Zielmarkt anschauen und analysieren, welche Handys von den eigenen Kunden überwiegend genutzt werden. Dieses Segment sollte man als erstes angehen, um dann danach nach und nach auch die den übrigen Segmenten angehen.